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Technische Informationen

Anwendungen: Videokonferenz

(Blaues Kreuz München e.V. SHG Haar I) Martin Kralowetz hat sich die Mühe gemacht, einige Anwendungen für Videokonferenzen zu analysieren die derzeit genutzt werden . Hier das Testergebnis aus seiner Sicht:
> Derzeitige Empfehlung von Martin. (Bis zu einer halben Stunde Konferenz kostenlos, dann erfolgt eine Abschaltung. Man kann sich allerdings dann wieder einloggen. Sonst kostenpflichtig!) : Verwendung der Anwendung Zoom für Videokonferenzen:
Es ist korrekt, dass die Anwendung Daten an FB übermittelt, aber allerdings nur von Gräten der Fa. Apple, sprich iPhone (alle Modelle), iPad (alle Modelle) und dem iMac.
Auf Seiten der Androidgeräte kann keinerlei Datentransfer, bzgl. Modell, Uhrzeit, Provider u. IP-Adresse festgestellt werden. Ich habe dies mit mehreren Geräten getestet und konnte keinerlei Datentransfer in dieser Hinsicht feststellen, sofern die Anmeldung in Zoom nicht mit dem Facebook-Account erfolgt.
Zudem brauchen sich User welche sich bei Zoom mit ihrem FB-Account einloggen nicht über Datenklau beschweren, denn das wäre etwas lächerlich, da ja sowieso alle persönlichen Daten mit Nutzungs- und Bewegungsdaten bei Facebook registriert werden.
Selbes gilt auch für die unzähligen Nutzer der App WhatsApp, da dies ja ein Unternehmen der Fa. Facebook ist und somit ebenfalls bei täglicher Nutzung alle persönlichen Daten, Nutzungs- und Bewegungsdaten, registriert und verarbeitet werden.
Seit 01.01.2020 besteht die Möglichkeit, dass WhatsApp sowohl in der Statusmeldung, wie auch in Einzelchats, Werbung platzieren kann. Aus diesem Grund musste aus technischer Sicht die *angebliche 1 zu 1 Verschlüsselung* soweit aufgeweicht werden, dass von den WhatsApp-Servern Inhalte aus Chats analysiert und ausgelesen werden können. WhatsApp muss laut Aussage von Mark Zuckerberg endlich profitabel werden, daher die Maßnahme mit der Werbung.

> Verwendung der Anwendung Freifunk für Videokonferenzen (Kostenlos):
Die Anwendung Freifunk mit der dazugehörigen App Jitsi Meet kann durchaus empfohlen werden – sie zeichnet sich durch hohe Qualität im Bereich Audio und Video aus.
Allerdings konnte bei mehrfachen Tests festgestellt werden, dass die eingerichteten Gruppen nur sehr rudimentär mit Sicherheit versehen werden können.
Dh. Im Detail. Besteht eine Gruppe *Test* und diese ist nicht mit einem Passwort versehen, so kann es passieren, dass absolut fremde TN, die ebenfalls einen Raum *Test* eröffnet haben,  sich im selben Raum befinden können. Dieser Vorgang konnte bei den Räumen Test, Testraum, Testkonferenz u. Konferenz mehrfach festgestellt werden
Setzt man ein Passwort für eine sinnvoll benannte Konferenz-Gruppe, dann ist das Passwort nur für die momentan verwendete Sitzung gültig. Sobald der Ersteller des Passwortes die Sitzung verlässt ist die Konferenz-Gruppe wieder ohne jeglichen Passwortschutz, also *offen*. Die eingerichteten Räume (Konferenz-Gruppen) bleiben bestehen und können jederzeit wieder betreten werden, allerdings dann ohne PW-Schutz, also jedermann zugänglich.
Was noch als negativ zu erachten ist, wäre der Umstand, dass man keinen Administrator (oder Host) definieren kann, der dann in gegebenen Falle einen ungebetenen Gast entfernen könnte.
Hier ganz aktuell eine Info von Martin Kralowetz: Das Datenleck bei Zoom, in Verbindung mit Apple Geräten ist geschlossen. Update der Zoom-App ist jedoch erforderlich und wird bereits zur Verfügung gestellt. Android Geräte waren davon nicht betroffen.

Drei Tipps für Videokonferenzen von Stefan Verra
https://www.youtube.com/watch?v=dZqTexAqD3I


 

 .... In München wurde eine Initiative gestartet die diese sehr unkonventionell, kostenlos und leicht in der Benutzung anbieten:

(BR -Artikel vom 25.03.2020) Münchner Initiative: Videokonferenzen für alle
Lerngruppen, Familienplausch oder Arbeitsmeeting - vieles muss in Zeiten von Corona als Videokonferenz stattfinden. Damit daran alle teilhaben können, hat die Initiative "Freifunk München" einen simplen und kostenlosen Dienst eingerichtet.
Eine Freundin nutzt lieber Skype, der Kumpel zieht Zoom vor und der Vater ist überfordert, weil er sich erst einmal einen Account erstellen soll. Alle in einer Video-Konferenz zu versammeln kann manchmal kompliziert werden.
Die Münchner "Freifunk"-Initiative will das ändern und hat deshalb über das vergangene Wochenende eine Infrastruktur gebaut, die kinderleicht zu bedienen und für jeden kostenlos nutzbar ist. Über den eigenen Browser kann man sich einfach in eine Video-Konferenz einklinken oder eigene Gruppen dafür erstellen. Alles ohne extra Software zu installieren, Abo-Gebühren zu bezahlen oder Werbetracking zulassen zu müssen. "MEET" heißt der Service - und wurde in kürzester Zeit quasi aus dem Boden gestampft:
"Ich habe gesehen, dass es dafür eine Open Source-Lösungen gibt: 'Lass uns das doch für Freifunk gleich größer aufziehen und für alle offen machen, und nicht nur für den engen Freundeskreis!' Annika Wickert, Freifunk München
Kein Tracking
Die Verbindungen sind dabei verschlüsselt und tracken auch kein Nutzerverhalten. Die Betreiber erhalten lediglich Infos über die Systemauslastung ihres Services oder Fehlermeldungen. Die Nutzer können aber keinem Raum-Namen zugeordnet werden.

Hier der Link: https://meet.ffmuc.net/

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... Ausserdem hat mich diese Mail von der SEKO Bayern erreicht:

Liebe Kolleginnen und Kollegen aus Bayern,
das Team Kiss Mittelfranken e. V.  hatte eine wirklich gute Idee: Sie haben sich gleich zu Beginn der Coronakrise an die Arbeit gemacht, um eine virtuelle Austauschmöglichkeit für Selbsthilfegruppen zu entwickeln. Die Plattform ist für jede einzelne Gruppe als Chat aufgebaut, bei dem - ähnlich wie bei WhatsApp - auch Bilder oder Dokumente ausgetauscht werden können. Im Unterschied zu WhatsApp entspricht die Plattform aber den aktuellen Datenschutzbestimmungen und kann deswegen datenschutzsicher von den Gruppen genutzt werden – und das sogar am Handy!
Kiss Mittelfranken e. V. hat einen Sponsor gefunden, der die virtuelle Chatplattform sehr kostengünstig zur Verfügung stellt. Nach einer Erprobungsphase in Mittelfranken ist der Sponsor erfreulicherweise bereit, auch andere Selbsthilfekontaktstellen in Bayern zu unterstützen.
Gabriele Lagler, die Geschäftsführerin aus Mittelfranken bittet aber noch um etwas Geduld: „Ab Montag wird mit 17 Gruppen der Probebetrieb laufen. Danach stellen wir gerne auch anderen Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfegruppen in Bayern unsere virtuelle Plattform zur Verfügung. Nach dem aktuellen Stand könnte das schon ab der zweiten Aprilwoche möglich sein.“
Wir halten euch auf dem Laufenden. Bitte nicht direkt bei Kiss Mittelfranken anrufen, damit diese für ihre Erprobungsphase ausreichend Zeit haben.
Herzliche Grüße von Eurer
Theresa Keidel
Geschäftsführung Seko Bayern

Sobald ich hierzu weitere Infos habe, leite ich Euch diese gerne zu.


Link zu Informationen/Publikationen über den Verein Blaues Kreuz München e.V.


Weiterführende Informationen:

Studie zum Alkoholkonsum: Jung und immer abstinenter

DHS-Jahrbuch Sucht 2020 erschienen

Zahlen und Fakten zu Suchtmittel­konsum und ‑verhalten

bkmev_jahrbuch_sucht_2020_coverDas heute erschienene DHS Jahrbuch Sucht 2020 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) liefert die neuesten Zahlen und Fakten zum Konsum legaler und illegaler Drogen in Deutschland. Renommierte Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis informieren über aktuelle Trends bei einzelnen Suchtstoffen, zu abhängigem Verhalten und über die Versorgung Suchtkranker.

Alkohol

10,5 Liter Reinalkohol trank jeder Bundesbürger im Alter ab 15 Jahren im Jahr 2017 (2016: 10,6 Liter). Damit zählt Deutschland international noch immer zu den Hochkonsumländern, trotz sinkenden Konsums. Zum Vergleich: Die Trinkmenge im Niedrigkonsumland Norwegen betrug 6 Liter Reinalkohol pro Einwohner ab 15 Jahren im Jahr 2017. Um dieses Niveau in Deutschland zu erreichen, bräuchte es weitere 54 Jahre – vorausgesetzt der Alkoholkonsum sinkt weiter im bisherigen Tempo (1970: 14,4 Liter Reinalkohol).

Weiterlesen: https://www.blaues-kreuz-muenchen.de/content/neu-erschienen-das-dhs-jahrbuch-sucht-2020
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-05/alkohol-verliert-wert-jugen...


"Willensfreiheit – eine nützliche Illusion in der Psychotherapie" Kontrolliertes Trinken - Zwischen freiem Willen und biologischem Determinismus von Prof. Dr. Joachim Körkel, Nürnberg > siehe Download kt_willensfreiheit


Vererbte Trunksucht

Gene leisten zur Alkoholsucht einen wesentlichen Beitrag. Diese Erkenntnis verspricht nicht nur bessere Therapien, sondern erlaubt auch gezieltere Vorsorge.
(Artikel aus Spektrum der Wissenschaft, Dezember 2007)
PDF zum Download s.u.: sdw_2007_12_S62.pdf


Hinweis: Laut Prof. Mann von der Universität Mannheim ist die Wahrscheinlichkeit, alkoholkrank zu werden, zu 50% genetisch bedingt!!
Weiterführender Link: http://www.aerzteblatt.de/archiv/28498


Alkoholismus – Neue genetische Ursachen entdeckt
18. Januar 2013

Neben schwerwiegenden gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Betroffenen verursacht Alkoholismus auch immense betriebswirtschaftliche Kosten. Für Unternehmen ist es daher unerlässlich, Suchtprävention als festen Bestandteil in das betriebliche Gesundheitsmanagement zu integrieren.
Forschungsergebnisse der Universität Leipzig und des Berliner Leibniz-instituts für Molekulare Pharmakologie zeigen nun neue Behandlungsmöglichkeiten von Alkoholismus bei genetischer Veranlagung. Menschen mit einer genetischen Veranlagung zu erhöhtem Alkoholkonsum neigen gerade unter Stress zu einem exzessiven Missbrauch. Die molekularen Ursachen dieser Form von Abhängigkeit sind Gegenstand intensiver Forschung. Betroffenen Personen könnte mit einem einfachen Eingriff in den Proteinstoffwechsel geholfen werden. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Berliner Leibniz-instituts für Molekulare Pharmakologie in einer Gemeinschaftsarbeit gekommen, die jüngst im Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht wurde.
Alkoholismus ist eine komplexe Erkrankung, beeinflusst von verschiedenen Genen und Umwelteinflüssen. Der individuelle Alkoholkonsum steht auch im Zusammenhang mit Enzymaktivitäten. Um dies nachzuweisen, haben die Wissenschaftler Mäuse gezüchtet, denen das Gen für das Enzym Neprilysin fehlt. Die Forscher konnten bereits zeigen, dass es eine wichtige Rolle bei zwei der aktuell schlimmsten Zivilisationskrankheiten spielt, Alzheimer und Fettleibigkeit. In der aktuellen Studie konnte das multidisziplinäre Team nun zeigen, dass die Mäuse stressanfälliger sind und sich unter Stress zu wahren Alkoholiker-Mäusen entwickeln.
Im Experiment konnten die Tiere frei zwischen Flaschen mit Wasser und mit Alkohol wählen. Danach wurde ein fremdes Männchen für maximal 15 Minuten mit in den Käfig gesetzt, was Mäuse unter sehr großen Konkurrenzstress setzt. In dieser Situation fingen sie an, sich verstärkt dem Alkohol zuzuwenden, und zwar in einem Verhältnis, das dem eines Alkoholikers vergleichbar ist. Blieb es bei einer einmaligen Stresssituation, so normalisierte sich der Alkoholkonsum nach einigen Tagen wieder. Wurden sie dagegen ein weiteres Mal gestresst, tranken sie bis zum Abbruch des Experiments exzessiv Alkohol.
Neuer Therapieansatz bei Alkoholismus: Medikamentöse Einwirkung auf Proteinstoffwechsel
Durch die speziell gezüchteten Mäuse sind nun eindeutige Aussagen über die genetische Veranlagung möglich. “Die Studienergebnisse stimmen uns optimistisch, dass sie auf den Menschen übertragbar sind”, sagt Studienleiter Prof. Thomas Walther. Er ist Biochemiker und internationaler Experte auf dem Gebiet der Identifizierung neuer Therapieansätze bei Zivilisationserkrankungen, vor allem des Herz-Kreislauf-Systems. “Der Zusammenhang zwischen der Neprilysin-Aktivität und stressbedingtem Alkoholkonsum ist jetzt hergestellt. Wir haben die Befunde sowohl in genetisch veränderten, als auch in pharmakologisch behandelten Tieren erhalten, was die Ergebnisse besonders stark macht. Damit können unsere Ergebnisse einen völlig neuen Therapieansatz aufzeigen. Auch wenn es bis zur Anwendung beim Patienten noch ein weiter Weg ist, könnte bei Alkoholikern in Zukunft medikamentös auf den Proteinstoffwechsel eingewirkt werden.” Die Forschungsgruppe von Prof. Walther ist dabei, Substanzen ausfindig zu machen, die aktivierend auf das Enzym Neprilysin wirken. Im Rahmen einer von der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft geförderten Arbeit sind die Wissenschaftler bereits auf eine erste vielversprechende Substanz gestoßen.
“Alkoholismus gehört zu den verheerendsten Krankheiten, mit massiven Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit, das familiäre Umfeld sowie auf das gesamte Gesundheitssystem. Jeder noch so kleine Fortschritt bei der Behandlung ist ein großer Schritt für den jeweiligen Betroffenen und sein soziales Umfeld,” so abschließend Prof. Walther.
(ag / mit Informationen des Universitätsklinikums Leipzig) Link zur Fachveröffentlichung


Kurzfilm über das Blaue Kreuz

Was ist das Blaue Kreuz, wie funktioniert es und wer ist beteiligt? Das Blaue Kreuz in Deutschland hat einen 3-minütigen Kurzfilm produzieren lassen, der diese Fragen in einfacher und verständlicher Form beantwortet und erklärt.

Kurzfilm auf youtube: http://youtu.be/Ig8NjG2xSlQ


Zoey

Für Blaues Kreuz produziert durch: Medienprojekt Wuppertal ... über die Lebenswelt von Kindern in suchtbetroffenen Familien

Inhalt

Die Eltern der 14-jährigen Zoey leben getrennt. Zoey wohnt mit ihrem jüngeren Bruder abwechselnd bei ihrer Mutter und ihrem Vater. Der Vater ist Alkoholiker und hat gerade einen stationären Klinikaufenthalt hinter sich. Nach einigen Tagen trinkt der Vater wieder sein erstes Bier. Der Konsum steigt und er kann seinen Pflichten nicht mehr nachkommen. Er hält sich nicht an Versprechen und stört betrunken eine wichtige musikalische Aufführung seiner Tochter.

Zoey schärft ihrem Bruder ein, der Mutter nichts über den Alkoholkonsum zu erzählen. Da die Mutter und ihr Partner Urlaub machen, wohnen Zoey und ihr Bruder zwei Wochen beim Vater. Nachdem Zoey es nicht schafft, ihren Vater eines Nachts aus der gegenüberliegenden Kneipe abzuholen, holt sie ihren Bruder und geht mit ihm zur Wohnung der Mutter. Der Vater läuft betrunken vor ein Auto und wird von der Polizei aufgegriffen. Daraufhin kehren die Mutter und ihr Partner eilig aus dem Urlaub zurück.

Als sie ankommen, schlafen Marlon und Zoey im Kinderzimmer. Astrid tröstet ihre Tochter, woraufhin Zoey entgegnet, dass sie ihrem Vater nicht helfen konnte.

Am nächsten Morgen begegnet ihr Deniz vor der Tür, setzt sich auf ihr Fahrrad und lädt sie ein aufzusteigen. Zuerst noch ein wenig zögerlich, dann aber lachend, steigt sie auf und beide fahren weg.
Zielgruppen:    

Jugendliche ab 12 Jahren, Erwachsene, Teilnehmende von Selbsthilfegruppen und Seminaren.
Der Film dauert ca. 40 Minuten.

https://www.youtube.com/watch?v=Ta3MeS2d7LI


 

Informationen/Publikationen über den Verein Blaues Kreuz München e.V.:

– Unser aktuelles Faltblatt mit Kurzdarstellung und der Liste unserer Selbsthilfegruppen (bkmev_imagefaltblatt_2017.pdf)
– Unsere Satzung (bkmev_satzung.pdf)
– Unser Quartalsheft 1. Quartal 2018